Koko Kupfer

Was soll ich tun, wenn ich nur eines tun kann.

Mein Pfad in der Kunst verlief nie geradeaus. Aber schon immer bestimmt die Kunst meinen inneren Weg.

Von jeher suche ich das Verborgene und Unausgesprochene in jedem Gesicht, in jedem Sein. Mich interessiert, was sich hinter dem Sichtbaren verbirgt – die leisen Schichten einer Persönlichkeit, ihre Spuren, Widersprüche und ihre wahrhaftige Identität. In meinen Arbeiten versuche ich, diesen verborgenen Ebenen Ausdruck zu verleihen. Dabei bewege ich mich zwischen Zeichnung, Malerei und zunehmend auch der dreidimensionalen Gestaltung. Neben Öl, Acryl und Aquarell eröffnet mir jedes Medium eine andere Möglichkeit, Wahrnehmung sichtbar werden zu lassen.

1975 in Karlsruhe geboren und aufgewachsen, führte mich mein Weg zunächst in die Augenoptik. Nach meiner Ausbildung zur Augenoptikerin und der Weiterbildung zur Augenoptikermeisterin lebte und arbeitete ich an verschiedenen Orten im In- und Ausland.

Die künstlerische Gestaltung, insbesondere die Porträtmalerei, begleitete mich jedoch von Anfang an und ließ mich nie wirklich los. Mit der Geburt meines ersten Kindes kehrte die Malerei zunehmend in den Mittelpunkt meines Lebens zurück. Über viele Jahre entwickelte ich meine künstlerischen Fähigkeiten kontinuierlich weiter und fand durch die Begegnung mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern einen vertieften Zugang zur altmeisterlichen Ölmalerei.

Die intensive Auseinandersetzung mit dem Sehen und der Wahrnehmung prägte dabei nicht nur meine Malerei, sondern eröffnete mir auch einen selbstverständlichen Zugang zu anderen künstlerischen Techniken wie Zeichnung und Aquarell. Meine Arbeiten waren in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. 2017 und 2018 war ich zudem gemeinsam mit der Galerie artROOM Konstanz auf der ART Karlsruhe vertreten.

Parallel zu meiner eigenen künstlerischen Arbeit begann ich Mal- und Zeichenunterricht zu geben – zunächst an der Volkshochschule Baden-Baden, später in meinem eigenen Atelier. Die unmittelbare Arbeit mit Menschen und die Erfahrung, wie sehr künstlerisches Tun Wahrnehmung, Denken und Ausdruck erweitern kann, führten mich schließlich zum Studium der Bildenden Kunst im Lehramt. Mein Zweitfach Philosophie bereichert dabei bis heute sowohl meine eigene künstlerische Arbeit als auch meine pädagogische Tätigkeit.

Heute verbinde ich meine eigene künstlerische Praxis mit der Vermittlung von Kunst als Lehrerin an Schulen und der kreativen Bildungsarbeit als Dozentin für die Hector-Kinderakademie Baden-Baden.